Geschichte

Die erste gesicherte urkundliche Erwähnung des Ortes unter dem Namen Winteronis villa (Uuinteronsis uillam) datiert vom 20. August 953, als König Otto I. dem Kloster St. Irminen (Oeren) zu Trier eine Rheihe von namentlich angegebenen Gütern bestätigte.[3]

Wintersdorf gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zur luxemburgischen Herrschaft Rosport.

Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen die Österreichischen Niederlande, zu denen das Herzogtum Luxemburg gehörte, besetzt und im Oktober 1795 annektiert. Von 1795 bis 1814 gehörte der Ort zum französischen Kanton Echternach im Departement der Wälder.[4]

Im Jahr 1815 wurde das ehemals luxemburgische Gebiet östlich der Sauer und der Our auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Damit kam die Gemeinde Wintersdorf 1816 zum Landkreis Trier im Regierungsbezirk Trier in der Provinz Großherzogtum Niederrhein, die 1822 in der Rheinprovinz aufging. Die Gemeinde Wintersdorf wurde der Bürgermeisterei Ralingen unterstellt.[4]

1915 wurde Winterdorf an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Diese Eisenbahnlinie wurde jedoch 1968 stillgelegt. Heute befindet sich auf der ehemaligen Trasse der Sauertal-Radweg.[5]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Wintersdorf innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Am 17. März 1974 wurden die vier bis dahin selbständigen Gemeinden EdingenKerschOlk und Wintersdorf nach Ralingen eingemeindet.[6]