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Männer-WG aus Eritrea

Neue Einwohner?

Seit Ende Juli wohnen fünf Jungs aus Eritrea bei uns in Wintersdorf.

Sie sind im Alter von 19 bis 25 Jahren und haben teils abenteuerliche Fluchtwege, u.a. per Schlauchboot von Libyen übers Mittelmeer nach Italien, hinter sich.

Jetzt sind sie froh, in Wintersdorf in Sicherheit zu sein.

 

 

Von links nach rechts: Musie, Semere, Mehri, Salih, Kibrom (beim Herrichten ihres Vorgartens)

Was wurde schon getan?

Einige engagierte Mitbürger versuchen, den Jungs zu helfen und Ihnen das Gefühl zu geben, in Wintersdorf willkommen zu sein.
So wurde erreicht, dass im Haus eritreisches Fernsehen empfangen werden kann.
Ein WLAN wurde eingerichtet, damit eine kostengünstige Kommunikation mit der Heimat möglich ist, da der Handyempfang in Wintersdorf bekanntlich nicht der Beste ist.
Gebrauchte Fahrräder wurden besorgt, so dass die Jungs ein wenig mobil sind und zumindest mit dem Fahrrad nach Ralingen oder Metzdorf zum Bus nach Trier kommen können.

 

Für den wöchentlichen Einkauf in Irrel wurde ein Fahrdienst organisiert.

Wie sieht es aus mit sprachlicher Verständigung?

Dann galt es, eine Möglichkeit zu finden, wie die Jungs die deutsche Sprache erlernen können. Da der Asylantrag noch nicht bearbeitet ist, haben sie keinen Anspruch auf öffentlich geförderte Sprachkurse. Da war private Initiative gefordert. Hermann Stute, pensionierter Mathelehrer, erklärte sich spontan bereit, den Deutschunterricht zu übernehmen. Seit einigen Wochen lernen die Jungs nun zweimal pro Woche Deutsch.

Sie sind mit großem Ehrgeiz dabei, denn sie wissen genau, dass nichts wichtiger ist als die Sprache, um in einem fremden Land integriert zu werden.

 

 

Von links nach rechts: Semere, Salih, Mehri, Musie, Kibrom beim Deutschunterricht.

Sport verbindet

Auch der Sport hat hierbei eine wichtige Funktion.
Musie und Salih trainieren seit einigen Wochen bei der AH bzw. der zweiten Mannschaft der SG Sauertal mit.

 

 

Im August und September traf man sich wöchentlich zum gemeinsamen Beachvolleyballspiel auf der neuen Wintersdorfer Anlage. Neben gemischten Mannschaften war jedes Mal das Spiel Eritrea gegen Deutschland der Höhepunkt eines solchen Beachvolleyballabends.

Es gibt immer etwas zu tun

In Zusammenarbeit mit der Verbandgemeinde Trier-Land wurde erreicht, dass die Fünf gemeinnützige Arbeit in unserer Gemeinde verrichten dürfen.

Unter Anleitung unserer neuen Wintersdorfer Gemeindearbeiter Franz-Josef Sittig und Ralf Huber helfen die Jungs nun beim Sauberhalten des Spielplatzes oder beim Herrichten des Friedhofs und sorgen so für ein schöneres Wintersdorf.

 

 

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